Klappentext Die vorliegende 7. Auflage der "Einführung in die Geologie Europas" ist fast völlig neu geschrieben worden. Dazu zwingt der rapide Fortschritt auf allen Spezialgebieten, insbesondere aber der Umbruch geowissenschaftlicher Vorstellungen, der durch die Hypothese der Plattentektonik ausgelöst wurde. Diese Umdeutung geowissenschaftlicher Befunde aus plattentektonischer Sicht ist immer noch in vollem Gange und in den einzelnen Baueinheiten Europas in unterschiedlichem Maße fortgeschritten. Die neuen Deutungen wurden von uns kritisch und mit Vorsicht ausgewertet. Als Ergebnis legen wir in dieser Auflage zum ersten Male eine einheitliche Darstellung der Geologie Europas auf der Grundlage der plattentektonischen Hypothese vor. |
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Laurussia für Anfänger? Dieses Buch eignet sich sicherlich nur bedingt für Laien oder geologisch interessierte Nebenfachstudenten. Es liest sich recht zäh, und wurde von den beiden Professoren wohl unter dem Sachbuch-Motto "Bilderbücher gibt es mehr als genug" geschrieben. Selbst für Geowissenschaften-Studenten im Grundstudium ist es recht schwer verdaulich, was einem Mangel an Abbildungen und einem mit Fachausdrücken gespickten Text zuzuschreiben ist. Allerdings ist es vom wissenschaftlichen Standpunkt aus hervorragend, so dass die wenigsten ins Detail gehenden Fragen unbeantwortet bleiben dürften. Für Geologie-Studenten im Hauptstudium ist die Einführung in die Geologie Europas somit bestens geeignet.
Überblick über die Geologie Mitteleuropas Die vorliegende Einführung in die Geologie Europas bietet einen Überblick über die geologischen Baueinheiten des europäischen Kontinents. Leitmotiv ist dabei die geotektonisch - historische Entwicklung des Kontinents mit dem Schwerpunkt Mitteleuropa. Dabei versuchen die Autoren, neueste Befunde in der nun 7. Auflage mit einzubringen und eine einheitliche Darstellung der Geologie Europas auf der Grundlage der plattentektonischen Hypothese vorzulegen. Um den Rahmen dieser Einführung nicht zu sprengen, wird auf eine detaillierte Darstellung zugunsten eines Überblicks und dem Aufzeigen der geologischen Zusammenhänge verzichtet. Graphiken und geologische Karten runden die Darstellung ab, sind jedoch etwas spärlich gesät. Auch werden Grundkenntnisse in allgemeiner Geologie und der Geographie Europas vorausgesetzt. Daher ist das Werk hauptsächlich für Studenten der Richtungen Geologie und physischer Geographie sinnvoll, die im Rahmen ihres Studiums eine begleitende Lektüre suchen.
Umfangreiche und übersichtliche Einführung Das Buch erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und möchte auch kein Lehrbuch sein. Vielmehr ist es das, was es im Namen trägt: Eine Einführung in die Geologie Europas, wobei in der 7. Auflage (endlich) auch das Konzept der Plattentektonik angemessen berücksichtigt wird. Die geologischen Strukturen des europäischen Kontinents werden dabei in chronologisch korrekter Reihenfolge betrachtet und erläutert, angefangen mit Ur-Europa, über die Kaledoniden und Varisziden bis zu den Alpiden und den postvariszischen Sedimentbecken. Die Strukturen werden dabei natürlich nur in einer groben, eher regionalen Übersicht berücksichtigt. Die Texte sind dabei auch für mich als Nebenfächler verständlich. Lokale Besonderheiten können in dieser Einführung nicht behandelt werden. In meinen Augen erfüllt dieses Buch bestens seinen Zweck: Einsteiger der Thematik gewinnen einen guten ersten Einblick in die Materie, wer sich bereits besser auskennt, hat mit dieser Einführung immerhin noch ein übersichtliches Nachschlagewerk für den groben Überblick. Solide Grundkenntnisse geologischer Modelle und Fachbegriffe sind allerdings notwendig - dem Laien ist dieses Buch daher nicht zu empfehlen. Der einzige Schwachpunkt ist für mich der sparsame Umgang mit Übersichtskarten. Zwar sind viele geologische Strukturen zum besseren Verständnis skizziert, wären die Abbildungen jedoch etwas größer und farbig, würden sie zweifellos an Aussagekraft gewinnen. |