StartseiteGrundschule1000 Rituale

In diesem Buch habe ich mir die Aufgabe gestellt, einmal theoretische Grundlagen über Sinn und Grenzen von Ritualen, die Abgrenzung von Ritual und Ritus sowie den Stellenwert von Ritualen in der Schulpädagogik darzustellen. Im Hauptteil des Buches stehen dann hunderte von Anregungen für Ritualisierungen in der Schule, seien es räumliche oder zeitliche Arrangements. Wichtig ist, dass diese Formen Geborgenheit geben und gleichzeitig zum weiteren Lernen animieren.



Meinung zum Buch

Hervorragend für die Praxis geeignet!,
"1000 Rituale" bietet eine ausgezeichnete Übersicht über die gegenwärtige Diskussion um das für und Wider der Ritualisierung von Unterrichtsprozessen. Gleichzeitig liefert es eine Fülle von Beispielen zur motivierenden Unterrichtsgestaltung. Damit weist es sich als Grundlagenwerk für die Methodik und Didaktik eines Grundschulunterrichts aus, der Lernen "mit allen Sinnen" organisiert, mit Struktur versieht und eine Fülle von Handlungsideen bereit hält. Auch andere Schulstufen können davon lernen.


Ein großartiges Buch für Grundschullehrerinnen und - lehrer
Silke Pfeiffer Von „Sprechstein" bis „Mind mapping" Rituale als „Inseln" im Schullalltag
Der Alltag unserer Kinder ist heute wie der vieler Erwachsener wesentlich geprägt durch Eile und Stress. Das gemeinsame Frühstück in der Familie ist für viele Kinder genauso wenig selbstverständlich wie feste Hausaufgaben- oder Schlafenszeiten. Rituale, als Inseln der Ruhe und Gemeinsamkeit, sind immer weniger selbstverständlich in die alltäglichen Abläufe der Kinder integriert. Neue Rituale haben alten Platz gemacht. Feste Fernsehtermine und Computerzeiten dürften dabei ein besonderer Hit sein. Rituale sind für Kinder wichtig, nur sollten sie mehr als den Alltag strukturieren. Gut ausgewählt und mit den Kindern besprochen, können durch sie kommunikative, soziale und moralische Kompetenzen gefördert werden, in der Freizeit, aber auch in der Schule. Diesem „Feld" widmet sich das Buch von Astrid Kaiser. Ausgehend von der These, dass Rituale in der Regel als „Allheilmittel für den Umgang mit heutigen Kindern" empfohlen werden, die Praxis an Schulen aber meist über den „Sprechstein" im Morgenkreis nicht hinausgeht, eröffnet sie im ersten Teil des Buches eine pädagogische Debatte über Sinn und Möglichkeiten von Ritualen im Schulalltag. Den Hauptteil des Buches bildet eine außergewöhnlich breite Palette von erprobten Ritualen für das Schulleben insgesamt und den Unterrichtstag in der Klasse, für einzelne Fächer und Unterrichtsstunden, für die unterschiedlichsten Arbeitsformen von Freier Arbeit bis hin zu Projekten. Der Einsatz der vorgestellten Rituale kann offensichtlich sehr unterschiedliche Zielstellungen haben: So werden Rituale beschrieben, die es dem Kind ermöglichen, Gefühle zuzulassen und zu bewältigen, wie das „Wutkissen" , das „Streitbuch", und das „Gefühlsbarometer", aber auch solche, die Kindern helfen, „das Lernen zu lernen", wie „Clustering", verschiedene Formen des „Feedbacks" und „Mind-mapping", eine Technik zur Visualisierung von Gedankenzusammenhängen. Eine Anleitung zum Erfinden neuer Rituale rundet die vielfältige und kreativitätsfördernde Auswahl der Formen ab. Die theoretische Fundiertheit und Praxisnähe des Buches macht es zu einer Fundgrube für eine reflektierte Unterrichtspraxis auf hohem Niveau.

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